English   |   Español   |   Home 
Süsser die Glocken

30.03.2005
Was tut der Mensch nicht alles, um seinen Mitmenschen den Weihnachtsabend zu verschönen! Jede noch so verbitterte Christenseele stellt ihre Sorgen hintan, um der Familie den schönsten Tag im Jahr nicht zu verderben. Das ist auch bei Bachmanns nicht anders. Seit 364 Tagen freut sich Grossmutter Bachmann nun schon auf den Besuch ihrer Kinder und Enkel. Und endlich ist es soweit: die Kekse sind gebacken, die Kerzen entzündet, die Geschenke eingepackt. Eigentlich kann gar nichts mehr schiefgehen. Wenn die Realität nicht ausgerechnet an diesem Abend Einzug hielte...

Aufführungsrechte:
Sessler Verlag, Wien





Uraufführung:
12. Dezember 2003, Theater & Komödie am Kurfürstendamm, Berlin

Weitere Inszenierungen:

Theater an der Kö Düsseldorf (11. November 2004)
Komödie Dresden (26. November 2004)
Komödie Frankfurt (2. Dezember 2004)

Aufführungsrechte: Verlag Jussenhoven & Fischer, Köln


Pressestimmen:

"Süßer die Glocken" dürfte noch beklatscht werden, wenn alle Zimtsterne weggefuttert sind. Eine schöne Bescherung! Ein Boulevardstück? Ein Volksstück? Ein Volks-Boulevardstück! Vögel versteht sich auf Typen. Und er füttert sie satt mit schlagfertigen Pointen. Der Vorarlberger gehört zur raren Spezies jener jüngeren Autoren, die ihr Talent nicht sofort ans Fernsehen verkaufen, sondern gerne und gedeihlich den Boulevard bedienen.
(Berliner Morgenpost)

Wenn Vögel nicht faul wird oder sich mit der Aussicht auf schnell verdientes Geld zum Fernsehen locken lässt, könnte er in punkto Aufführungshäufigkeit der neue Neil Simon, Curth Flatow oder Horst Pillau werden. Auch diesmal geriet der Beifall wieder mehr als freundlich.
(Berliner Kurier)

Die Erwartungen sind groß, die Nerven gespannt. Dabei stehen nur ein paar Stunden im Kreise der Familie an, jenen Menschen also, die wir am meisten lieben - und die uns den Heiligen Abend zur Hölle machen können. Autor Stefan Vögel hat diese Widersprüche in eine allerliebste Komödie gegossen.
(Berliner Zeitung)

Dieses Stück des Vorarlbergers Stefan Vögel ist eine vorzügliche Lockerungsübung, um sich mal von der Pulloverstrickerei und den Laubsägearbeiten, vom Kartenschreiben und Einwickelstress in diesen Adventstagen abzulenken. In der Komödie am Kurfürstendamm wurde gestern viel und herzhaft gelacht, und hin und wieder, glaube ich, saß auch schon mal eine Träne locker.
(Kulturradio)

Stefan Vögel ist ein ehrlicher und geschickter Bühnenautor. Auch diesmal fasziniert seine Gabe, das Leben auch älterer Menschen aufzuzeigen, liebevoll amüsant, nie hochmütig, nie besserwisserisch. Er führt Menschen zusammen, führt sie vor, führt sie gegeneinander, besticht durch Glaubwürdigkeit, Zuneigung, Ernsthaftigkeit und zeigt durch eben diesen Ernst, wie verrückt, wie komisch, wie lächerlich, aber auch wie liebenswert sie bis hin zum jüngsten Enkel im Netz ihrer Familienbande zappeln.
(Nürnberger Nachrichten)

Ein leichtes Unterhaltungsstück im Angesicht von Lametta und Hirschbraten, im strengen Rahmen der althergebrachten Familientraditionen? "Süßer die Glocken" ist weitaus mehr. Wie in Bölls "Nicht nur zur Weihnachtszeit" oder dem "Fenster zum Flur" werden dabei bürgerliche Fassaden eingerissen. Denn gar so fremd erscheinen einige Verhaltensweise auf der Bühne gar nicht. Charmant versteht es Vögel, dem Publikum den Spiegel vorzuhalten. Und die Besuchern an die eigenen kleinen und großen Schwächen zu erinnern. Keine abgedroschenen Gags, keine mühseligen Pointen. "Süßer die Glocken" bewies: Auch großes Theater kann durchaus unterhalten.
(Westfalenpost)

Ein neuer Renner wurde aus dem lockeren Ärmel von Stefan Vögel geschüttelt. Und was die Akteure daraus machen, ist köstlichste Kunst der heiteren Muse.
(Spreeradio)


© gmg 2005